Technik-Talk

der "ANTRAX Datentechnik GmbH"

Satelliten-Funk über „Iridium“

Was tun, wenn Messdaten, Protokollierungsdaten, Tracking-Informationen von einem mobilen Endgerät übertragen werden sollen, aber keine Mobilfunkabdeckung besteht … also z.B. auf dem Meer oder in „der Pampa“?

Die Lösung heißt: Satellitenkommunikation!

Nur damit wird weltweites M2M-Tracking (machine-to-machine), weltweite Überwachung von Anlagen, Messgeräten und Equipment, weltweiter Datentransfer usw. möglich! Und von den z.Z. aktiven Satelliten-Systemen Iridium, Inmarsat, GlobalStar und Thuraya ermöglicht nur Iridium eine wirklich weltweite Kommunikation.

Umfangreiche Informationen zum Iridium-Satellitennetzwerk gibt es hier → www.iridium.com und natürlich auch hier → Wikipedia

 

Höchste Betriebssicherheit und bestmögliche Kommunikation, an jedem Ort der Welt

Der “Low-Latency“-SBD-Service von Iridium bietet eine ideale Lösung zur Übertragung kleiner Datenmengen. Iridium ist das einzig wirklich globale Satellitenkommunikationsnetz, es funktioniert überall auf der Erde und zwar ohne teure Roaming-Gebühren oder Mehrfach-Verträge. Vom Nordpol bis zum Südpol ist Iridium-SBD immer verfügbar, mit unübertroffener Netzqualität und erstklassiger technischer Unterstützung.

 

Übliche Anwendungsgebiete für Satelliten-Datenübertragung

  • Öl- und Gas-Industrie – Equipment-Überwachung auf Pipelines
  • Forschungseinrichtungen (Temperaturen, Pegelstände uvm erfassen)
  • Transport und Logistik – weltweite Ortung landgestützter mobiler Gerätschaften wie Lastwagen und schwerer Ausrüstung
  • Schifffahrt – weltweite Ortung und Datentransfer für Seeverkehr
  • Flugverkehr – weltweite Tracking für Flugzeuge und Helikopter
  • Energieversorgung – Überwachung von Equipment bei Wasser-, Gas- und Stromversorger
  • Regierung und Verteidigung
  • Katastrophenschutz

 

SIM-Karten für Iridium-Module?

Satellitenmodule benötigen zum Betrieb keine SIM-Karten o.ä. Jedes Satellitenmodul besitzt eine weltweit einmalige Seriennummer, über die das Modul identifiziert und freigeschaltet werden kann.

 

Iridium-Provider

Ähnlich wie im GSM-Mobilfunknetz werden Provider benötigt, über die die Satellitenmodule freigeschaltet werden und die die Abrechnung übernehmen. Die bekannten Mobilfunk-Provider (in Deutschland z.B. T-Mobile, Vodafone, e-Plus, O2 und deren Vertragspartner) sind keine Iridium-Provider! Wenn Sie einen Iridium-Serviceprovider suchen … sprechen Sie uns an.

 

Kosten

Die Verbindungkosten im Iridium-Satellitennetz sind etwas höher als die des Mobilfunknetzes. Von den Iridium-Providern werden, ähnlich wie auch von Mobilfunk-Providern,  unterschiedliche Tarife mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten. Prepaid-Varianten sind unseres Wissens z.Z. nicht erhältlich. Ein „einfacher“ Datentarif kostet z.Z. etwa 20 EUR monatlich plus einmalige Aktivierungskosten.

 

Iridium Transceiver 9602

Im Socket Modem – S702 und im Iridium-Shield für Arduino und Clones werden Satellitenmodule vom Typ „Iridium Transceiver 9602“ (Hersteller des Moduls ist die Firma Quake (www.quakeglobal.com) verwendet. Dieses Modul ist eines der z.Z. weltweit kleinsten SBD-Transceiver.

Der Transceiver 9602 besitzt einen „GPS-Ausgang“.
Aber ACHTUNG: Es erfolgt keine Auswertung der GPS-Signale! Die HF-Signale von z.B. Kombiantennen „Iridium/GPS“ am Antenneneingang werden nur durchgeleitet! Es muss in jedem Fall ein separater GPS-Receiver an diesen Ausgang angeschlossen werden, wenn GPS-Koordinaten benötigt wird.

 

Iridium-Antennen

ACHTUNG: Für den Betrieb des Iridium-Moduls ist eine Iridium Antenne erforderlich!

Iridium-Antennen sind nicht wesentlich größer als Mobilfunkantennen und müssen auch nicht speziell „ausgerichtet“ werden. Es ist allerdings entscheidend wichtig, mit der Iridium-Antenne eine gute Sicht zum Himmel zu haben (die Beschriftung „SKY SIDE“ auf den Antennengehäusen ist ernstzunehmen!). Eine schlechte Satellitenverbindung ist fast immer auf eine ungünstige Antennenplazierung oder -anschaltung zurückzuführen.

Setzen Sie nur geeignete Verlängerungskabel ein, z.B. Aircom Plus oder LMR®-400-Kabel und hochwertige Steckverbinder von Markenherstellern wie Huber+Suhner, Radiall oder Telegärtner. Einfache RG-58- oder RG-174-Verlängerungskabel sind meist nicht geeignet!

Iridium-Antennen und deren Anschaltung sind deutlich anspruchsvoller als z.B. Mobilfunk-Antennen.